A. H. Elton Rhodesia Herald Überführung der Heinkel 64 VP-YBI für C. H. Perrem



Flug von England nach Umtali (Rhodesia Herad) (Von A. H. Elton)


Wenn ich jetzt auf die Luftreise von England nach Rhodesien zurückblicke, wird mir klar, dass mein Weg durch zahllose Erlebnisse geprägt war – Eine glitzernde Folge mit Einschlägen von Humor und seltener Schönheit, die mich dazu auffordern, die Strecke noch einmal zu fliegen, begleitet durch weniger glückliche Leser.


Der europäische Teil der Reise

Nachdem ich in Lympne gelandet war, um eine "Freigabe" von England zu erhalten, fand ich zahlreiche geräuschvolle Leichtflugzeuge, die sich in und aus dem Flughafen drängelten und ich wurde informiert, dass ein " Freies Wochenende" in Le Touquet stattfände. Offensichtlich erwartete man von mir zu wissen, was dies bedeute, also nickte ich wissend, um meinen Status als einer der "Kumpel" nicht zu riskieren. Entsprechend meiner beschränkten Kenntnis der Engländer schloss ich, dass die Veranstaltung etwas mit Freibier zu tun haben musste, um einen solch ernsthaften Enthusiasmus hervorzurufen.


Lympne airport in den 30ern

Dann über den Kanal nach Brüssel, wo meine Reise fast zu Ende gewesen wäre. Als ich landete, schleuderte mich meine blockierende rechte Bremse in zwei engen Kreisen auf einem Rad herum.

Als nächstes wurde entdeckt, dass das wichtigste Papier aus meinem großen Stoß von Genehmigungen und Logbüchern fehlte. Nach erfolgloser Suche, und Besuch von Büros von hohen und höheren Offiziellen mit zunehmender Niedergeschlagenheit für über eine Stunde und nachdem mir gesagt wurde, dass ich für drei Tage da bleiben müsste, solange sie Kontakt zum britischen Luftfahrtministerium suchten und ich mich als der schlimmste Schwerverbrecher fühlte, entdeckte ich das Dokument in der Hand des ersten Beamten, dem ich meine Papiere anvertraut hatte. Ich hätte heulen können!

Danach verlor ich keine Zeit abzufliegen. Schnell veränderte sich die flache, offene Landschaft von Frankreich und Belgien in die ansprechenden Hügel und Wälder von Deutschland mit den Gebäuden zusammengedrängt unter Schieferdächern: Während dazwischen die Bänder von absolut geraden Straßen liefen. Hitlers Werk: Sie werden Zivilisten oder Truppen zügig bewegen können.

Ich empfand die Deutschen als reizende Leute, und alle ihre Beamten schienen sehr jung zu sein. Insgesamt scheint die Nation leidenschaftlich Uniformen und Abzeichen zu lieben; die Zweiteren zierten das Revers von nahezu jedem zivilen Mantel.

Ich bemerkte an diesen Menschen die lebhafte Aufmerksamkeit von Leuten, die von einem Alptraum erwachen. Von Zeit zu Zeit zog eine Gruppe von Mädchen oder Jungen in Uniform vorbei, die patriotische Lieder sangen. Überall verschwindet die Unterdrückung einer erniedrigten Nation unter dem heilenden Klang des Liedes und Militärflugzeugen: Ich fragte mich, ob dies nicht zu Überkompensation führen würde, im psychologischen Sinn!



Die Vielfalt an Kleidern, die in der Stadt getragen wurde, war verblüffend – gleichzeitig war es erfrischend zu sehen, wie sich jedermann nach Belieben kleidete: da waren die orthodoxen Stadtanzüge gekrönt mit einem Scheitelkäppchen, farbige Knickerbocker mit weißen Kniestrümpfen, und kurzärmelige Hemden, während die sehr dicken Männer unfähig zu sein schienen, der Versuchung eines alpenländischen Kostüms bestehend aus bestickter Weste und Wildlederhosen zu widerstehen. Ich erfuhr, dass die Hosen nicht gewaschen werden können und stattdessen ungefähr zweimal im Jahr zur Trockenreinigung gesandt werden!



Östlich von Nürnberg änderten sich die düsteren Schieferdächer der Dörfer schließlich in heiter aussehende Ziegel in der Nähe der österreichischen Grenze.
Und nun war ich über der großen Donau und musste mich nicht um die Navigation scheren – Ich lehnte mich zurück und kaute einen sehr teures Stück Biltong, das ich, mit Zelluphanverpackung und so, vor meinem Abflug in London gekauft hatte. So ging es nach Wien und weiter entlang der Donau in die Tschechoslowakei, und wieder heraus nach Ungarn, wo ich in Budapest niederging. Ich hatte gehört, dass hier die schönsten Frauen der Welt zuhause wären. Dennoch war ich merklich erstaunt, dass die Budapester Frauen insgesamt die faszinierendsten waren, die ich bisher gesehen hatte; die sehr attraktiven waren sehr gepflegt, schritten gut und fanden Schminke und Lippenstift unnötig, was sehr erfrischend war. Und darüber hinaus erschienen sie sehr intelligent.



Nach und durch Deutschland, Österreich, Ungarn und Jugoslavien

Ich erreichte erschöpft Belgrad und dankbar für die Nacht. In den Hotels dort, wie überall östlich von Belgien, gibt es keine Seife, von den Gästen wird erwartet, dass sie ihre eigene mitbringen. Das Land schien sehr arm zu sein, und die Straßen waren fürchterlich. Ich glaubte, dass ich endlich entdeckt hatte, wohin all die verbrauchten Autos der Welt gehen – Ich sah englische, französische, amerikanische und deutsche, und es war ein heimeliger und ehrenwerter Hauch um sie. Stücke von Draht spielten keinen geringen Teil bei ihrer Wartung; keine Eurer schnurrenden, schäumenden Kreationen, oft ohne Lohn! Ich war beeindruckt, die Energie zu sehen, mit der hier Militärpiloten trainiert wurden. Ich hörte sie die ganze Nacht fliegen – es ist tragisch, wo die Leute das Geld so dringend benötigten.

Ich flog mit meiner Heinkel Richtung Bulgarien an einem lieblichen, sonnigen Morgen ab. In Sofia, entschlossen, kein Nationalgericht zu versäumen, aß ich große Stücke Brot mit Frischkäse und einer Schüssel Quark – nachdem ich zunächst zehn Minuten mit einem Stück Seife und etwas Wasser gekämpft hatte, ohne das kleinste Zeichen von Schaum.

Nachdem sich ein obskures Ölproblem in dem Motor entwickelt hatte, erkannte ich, dass ich Istambul (Konstantinopel) nicht in einem Schritt erreichen konnte und äußerte dies gegenüber einem Beamten. Ich fragte ihn, ob ich irgendwo landen könnte, um das Öl aufzufüllen, er informierte mich, dass ich auf keinen Fall vor Istambul landen dürfe. "Aber", bestand ich, "wenn ich landen müsste, weil die Maschine nicht länger in der Luft bleiben will?" "Dann dürfen Sie trotzdem unter keinen Umständen landen.", versicherte er mir streng. "Sehen Sie nicht, dass Ihr nächster Landeort in ihren Papieren Istambul ist?"



Nach mehreren Stunden über flachem Gelände, zeigte mein Ölvorratsanzeiger 'leer'. Ich fand einen glatt aussehenden Landestreifen entlang eines Flussufers, weit entfernt von jedem Dorf oder Anzeichen von Staatsmacht, und landete zwischen einer Herde von überraschten, weißen Kühen – All diese bulgarischen Tiere sind ganz weiß, und sehr attraktiv vor ihrem grünen Grasland.


Nach Bulgarien und der Türkei



Innerhalb weniger Minuten standen hundert benommene Hirten um mich herum, die mich auf viehische Weise anstarrten. Ich hatte das Gefühl, dass sie eventuell nach ungefähr einer halben Stunde plötzlich Überraschung zeigen könnten, da ihre Reflexe arbeiteten. Aber ich darf nicht unhöflich sein, ich muss wohl wie ein voll qualifizierter Wahnsinniger erschienen sein, als ich mich auf die Ersatz-Öldose warf, das Öl in den Tank presste – meinen Motor startete – und mich ins Cockpit quetschte – angstvoll über die Schulter nach Anzeichen von Polizei starrte, wäre einer auf der Szene erschienen, wäre ich möglicherweise für Wochen festgehalten worden . Nachdem ich es geschafft hatte, mit wildem Fuchteln sowohl die Kühe wie auch die Hirten aus meinem Weg zu bekommen, dröhnte ich dankbar davon – einige hohe Bäume mit einem Satz überspringend dank der automatischen Landeklappen der Heinkel. Diese kleinen Länder sind einfach umgeben mit bewaffneten Gegenden, durch die man sich sorgfältig hindurchfädeln muss, und nur dort, wo erlaubt – so niedrig fliegend, dass die Zulassungskennzeichen gelesen werden können – nach rechts und links freundschaftlich lächelnd, denn dieser militärische Kram ist schrecklich ernst.

Gerade in diesem Augenblick – unbekannt für mich – war mein Freund Guy Valentine ein Gefangener in italienisch Libyen bei Wasser und Brot, weil er es gewagt hatte, in einer nichtssagenden Wüste neben einem Lastwagen zu landen, um nach dem Weg zu fragen. Soweit ich informiert bin, waren Mussolini's Tapfere überzeugt, dass Guys Pitotrohr der Fahrtanzeige ein Maschinengewehr eines grässlichen Typs war!

Ich war nun in der Türkei, und machte die unangenehme Erfahrung, für eine halbe Stunde, zehn Meilen draußen über dem Marmarameer fliegen zu müssen, während mir mein Instrument kein Öl anzeigte – natürlich wegen militärischer Sperrgebiete. Mein Gemütszustand wurde zusätzlich angeheizt durch Bauchschmerzen – der bulgarischen Quark-Art.

Achttausend Fuss unter mir sah ich das Sonnenlicht auf einem Fischschwarm glitzern – Ich habe ihnen eine Fleischpastete zugeworfen, gegenüber der ich ernste Zweifel hegte. Plötzlich fand ich mich in einer dieser Aufräum-Stimmungen, die man gelegentlich zu Hause bekommt, ich feuerte zwei altbackene Sandwiches über Bord, ein gelutschtes Bonbon aus dem Sitz und meinen Hosen, und dann polierte ich die Instrumente, bis ich den Motor drosseln konnte und von der See her landen konnte, abwärts in einem langen Gleitflug zu den rosafarbenen Ziegeln von Istambul. Die Stelle sah sehr reizend aus im späten Sonnenlicht, mit ihrer schönen Umgebung von getönten Wassern und purpurnen Hügeln. Ich hoffe, dass ich eines Tages wiederkomme.

Ein angenehmer kleiner türkischer Beamter mit hellen, braunen Augen nahm sich meiner an. Er wollte wissen – ziemlich abschätzig- ob ich nicht außer Englisch sprechen könnte. Ich informierte ihn vornehm, dass ich mit ihm gerne in Mxsoa, Afrikaans, Chikaranga und Wasahili konversieren könne. Er war verblüfft, sprach mich mit wachsendem Respekt an, und lud mich ein, ein Bier mit ihm zu trinken – die Türken machen gutes, starkes Bier. Wir liefen eine größere Strecke zum Hotel, während ein Soldat mein Gepäck trug – sie behandeln ihre Untergebenen mit weniger Respekt als wir unsere Ureinwohner.




Turkei

Die Terrasse dieses Ortes hing über das unglaublich klare Wasser von Marmara – ich werde dieses Bild nie vergessen. Außer dem leisen Plätschern des Uferwassers, war die See ruhig und wie ein Spiegel, ein kräftig blauer Anblick mit prachtvollen rosa Farbspritzern, die wohl von einem verborgenen Sonnenuntergang herrührten, ein exquisites Turner-Gemälde von Regenbogen-Andeutungen, aus dem verschwommen die purpurnen Umrisse der entfernten Inseln Kidzel und Adalar, sichtbar wurden.



Allgegenwärtige Sperrgebiete zwangen mich, von Istambul zunächst über die nördlichen Berge zum Schwarzen Meer zu fliegen, bevor ich nach Südost Richtung Eskisher drehen konnte, wo ein Captain Sharif, ein charmanter Mann, trainiert an der British Central Flying School dabei war, türkische Piloten in türkischen Militär-Doppeldeckern zu unterweisen, und die Art, wie diese Burschen sie durch die Luft schmissen, würde mancher westlichen Nation die Augen öffnen.





Richtung Osten wurde die Landschaft nun flach, öde und heiß. Ich hielt auf das Taurusgebirge zu, stellte jedoch fest, dass sie in immenser Höhe in soliden Wolken verschwanden. Immerhin schaffte ich es, dort, wo die Eisenbahn verlief, durchzukommen.


Richtung Syrien und Palästina

Diese ist ein wundervolles Kunstwerk: die Züge machen ihren Weg durch gigantische Spalten im massiven Gestein, tausende von Fuß tief, und so steil, dass, wo es schien, als ob gerade Platz für die Geleise unter mir wäre, bei zahlreichen Gelegenheiten meine Tragflächen einge tausend Fuß darüber fast die Wände berührt hätten. Ich fand die teuflischen Böen in diesen beengten Passagen beängstigend.

Auf der jenseitigen Seite tankte ich in Adana in Kilikien, und jagte am späten Nachmittag über den Golf von Alexandretta, um mit Mühe zwischen den wachsenden Wolken über die Jawur Berge zusteigen und hinunterzuschießen auf der anderen Seite, über die großen, öden Flächen von Französisch-Syrien, um in Alleppo in der Dämmerung eine Rast einzulegen.

Am frühen Morgen, flog ich fort über dieselbe öde, braune Fläche, um in Damaskus für Triebwerksöl niederzugehen. Die Franzosen hielten mich für eine lange Weile auf, fragten immer und immer wieder sinnlose Fragen – alle meine Papiere waren durch sie in Aleppo in Ordnung gebracht worden. Mitten während ihrer Befragung machte eines ihrer Militärflugzeuge mitten auf dem Flugplatz einen Kopfstand. Alle Büros leerten sich, als sich ein gestikulierender Mob im Sog der Ambulanz über den Flugplatz ergoss. Immerhin entkam ich kurz bevor ich verrückt wurde.

Ins heilige Land wurde ich eingeführt durch scharlachrote Blüten auf dem Grund von Erosionsrinnen. Nach einem Moment erfüllte mich die Sicht eines gleißenden Saphirs mit Gefühlen – der See von Galiläa!

Ich schoss herab auf achthundert Fuß unter dem Meeresspiegel, um in ein paar Fuß den Platz der Laiber und Fische zu passieren. Das Wasser auf der Oberfläche verfärbte sich blassgrün, und Seegras war sichtbar darunter. Ich flog über die Länge des Galiläasees in einigen sechs Fuß über dem Wasser und hatte Mühe mir vorzustellen dass hier Christus in seiner glücklichsten Zeit lief und wirkte: dass entlang der schroffen Böschung zu meiner Linken die Garderenischen Schweine jagten: Von diesem Vorsprung segnete er die Fischer nach der Kreuzigung. Bedenkend, dass ich nie wieder eine solch lange Strecke unter dem Meeresspiegel fliegen sollte, nahm ich das Gas weit heraus und machte die überraschende Erfahrung zu schweben als würde ich eine Feder reiten, währen in Meereshöhe die Maschine sofort abgesackt wäre.

Jerusalem lag unglücklicherweise verborgen hinter einer Wolkenwand. Aber Nablus, Samaria und das heilige Nazareth, wo die Ansammlungen von Flachdach-Häusern, von denen gelegentlich die Spitze von etwas hingebungsvollem Glauben hervorquoll, in ihrem Unterfangen eher verlegen aussehend in Höhe und Gestalt. Weit voraus konnte man die schwarzen Schatten der enormen Citrus-Plantagen rund um Jaffa gegen einen Hintergrund von sehr solidem Mittelmeer-Blau ausgefranst durch eine weiße Linie von Brandung ausmachen. Dies Palästina, mit Ausnahme seiner kleinen, besiedelten Stellen, scheint ein grausames, verbranntes, ödes, Wasser- und Baumloses Land zu sein: Ein Land, um unbarmherzige Kinder hervorzubringen, für die Gewalt das Gesetz ist.

Nach dem ich die Wüste Sinai und den Suezkanal überquert hatte, schwebte ich dankbar Zur Rast auf dem Almanza-Flugplatz (wohl Al Manzilah oder Manzalah, der Übersetzer) herunter, am Rand der sich nach Süden erstreckenden Wüste - "twixt the desert and the sown" ("zwischen der Wüste und der Saat"). Hier blieb ich im Klubhaus, während Misr-Airwork mein zuverlässiges Triebwerk herausnahm, um das Ölproblem zu finden. Whiskey kostet hier sechs Shilling die Flasche!

Ich habe nie zuvor solch fleischrote Wassermelonen gesehen wie in Kairo. Der Verkäufer wird durch die Straßen ziehen die Frucht magisch auf dem Kopf balancierend; und mit jeder Scheibe, die verkauft wird, füllen tausende frohlockender Fliegen die Öffnung – aber wen interessiert's? Was mit dem Käufer passiert, ist der Wille Allahs!

Ich war fasziniert über das clevere Geflecht, das überall über Fenster gezogen war um Fliegen fernzuhalten; es war aus leichtem Bindfaden, den die Insekten mit Spinnennetzen verwechselten. Ich habe nicht ein Mal eine Fliege durchkommen sehen: wir könnten dies durchaus in unserem Land nachmachen, weil die leichteste Brise durch das weite Netz hindurchkommt.

Weiter über die Wüste - the real stuff – Sand, und nicht als rollender Sand, und so zum Flugplatz Khartoum am späten Nachmittag. Nach einem Bad, und wie herrlich es war, verbrachte ich einen fröhlichen und pflichtvergessenen Abend als Gast des dort stationierten RAF-Geschwaders. Ich entnahm ihrem Plaudern, dass sie bitter enttäuscht waren, nicht die Nächsten auf der Liste für einen Flug Richtung Süden nach Salisbury zu sein. In der Abenddämmerung röhrte das Imperial Airways Linienflugzeug herein mit gleißenden Lichtern, ein toller Anblick.
Regen war im Sudan gefallen, und endlich erschien ein grüner Fleck in der gelbbraunen Wüste, und schließlich, Wunder der Wunder, eine sich grün wälzende Weite, echtes, erfrischendes Gras, das erste, seit ich Bulgarien verlassen hatte, vor 2700 Meilen.
Ich entkam einem Gewitter, um den kleinen Landeplatz von Malakal an der Grenze zu Abessinien zu finden und dort parkten, zu meiner Überraschung, nicht weniger als drei Flugzeuge! Eines war die Imperial Airways Maschine. Eins war die Puss Moth meines Freundes Guy Valentine, der endlich den Italienern entkommen war, und das andere war ein Wright Whirlwind Fokker Doppeldecker, geflogen durch einen jungen Schweizer, der immer noch auf der Suche nach einigen seiner Landsleute war, die mit der Ambulanzeinheit während des Feldzuges (Anm. des. Übers. Gemeint ist wohl der Abessinienkrieg Italiens) verschwunden waren. Valentine und ich flogen mit wenigen Minuten Abstand aufeinander ab, und erfreuten uns sehr an den Großwildherden unter uns. Wir landeten in Juba für die Nacht. Valentine freute sich, eine Zecke auf seinem Bein zu entdecken. Wir haben es gefeiert, weil wir fühlten, dass wir so gut wie zu Hause waren.
Den folgenden Morgen fuhren wir wie gewohnt fort, kurz nach einander, schnell in ausgedehntes und extrem schlechtes Wetter kommend mit tropischen Gewittern. Viele bedrückte Gedanken kamen mir in den Sinn, und ich war entzückt, sie mit dem Anblick der Puss Moth, die bereits unten war, als ich in Kisumu ankam, zu bannen – eine große Leistung – weil Valentine wenig Flugerfahrung besaß – tatsächlich fand ich später heraus, dass er eine definitive Gabe hatte, seinen Weg im und durch das dreckigste Wetter zu finden. Kisumu, wo wir zum Mittagessen landeten, ist ein außerordentlich attraktiver Platz, voll mit reizenden Leuten. Wir flogen wieder ab, und ich konnte einige Meilen querab die Sonne auf Valentine's Flächen glitzern sehen, als wir auf neuntausend Fuß stiegen, um die Hochfläche nördlich von Nairobi zu übersteigen. Feines, einheimisches Holz bedeckte die Abhänge, aber die Hochfläche war offenes Land, sanft in Wellenform verlaufend, mit blühend aussehenden Farmen überall verteilt.
Ich wagte mich über einen spiegelgleichen See, sehr blau und sehr still, Flocken von Cumuluswolken widerspiegelnd, und umrandet durch eine breite Zone von farbenprächtigem rosa. Das Ganze war eingefasst durch einen weiten Sandstrand, so sauber und so weiß wie der von Muitzenberg. Aber ich war verdutzt über das Rosa, und glitt hinunter, es zu ergründen. Die Farbe erwachte zum Leben; und ich realisierte, dass es hunderttausende von Flamingos waren – vielleicht der exquisiteste Anblick meiner gesamten Reise. In Nairobi lernte ich, dass mein Flamingosee Nakuru genannt wurde.
Von Nairobi flogen wir Richtung Kilimanjaro und fanden den majestätischen Berg in einem düsteren Sturm verborgen. Aber in dreizehntausend Fuß brach er aus der Dunkelheit hervor, um sich für weitere viele tausend Fuß im tropischen Sonnenlicht zu erheben, das sich im blendenden Schneegipfel brach.
Ich entwickelte nun einen starkes Interesse an der Gegend, die ich unter sehr unterschiedlichen Umständen während des letzten Krieges kennengelernt hatte: Ich war ergriffen, als ich über Kondoa-Irangi kam, denselben dicken, gesetzten Baobab zu sichten, hinter den ich unter Granatfeuer geflüchtet war.
Vorwärts den ganzen Tag über trostlosen Busch nach Broker Hill: Dann früh am nächsten Morgen gings nach Salisbury – Fast daheim! - Kurzes Nachtanken, und los nach Umtali. Wie wunderbar es war, zu Hause zu sein! Ich brach in Gesang aus – Das mache ich oft, wenn ich fliege, weil ich mich nicht hören kann.
Ich brachte die Heinkel in ihrem besonderen und spektakulären Stil vor einer eindrucksvoll großen Gruppe von guten Umtali Freunden herunter und händigte mein gutes Flugzeug widerstrebend and seinen neuen Besitzer, Chris Perrem, aus.
In jedem Land, durch das ich kam, fand ich gute Menschen, wie wir, fröhlich, freundlich, mit einem guten Gespür für richtig und falsch, entzückend im Humor, erfreut, helfen zu können, mit all ihren kleinen Familiensorgen des Lebens in ihr Gesicht geschrieben, und denselben Gott verehrend. Können alle diese Menschen die Puppen skrupelloser Führer sein?
Es ist pathetisch, sie alle rüsten auf, während sie angstvoll über ihre Schulter nach ihren Nachbarn schauen – eine Menge verängstigter Kinder. Und je kämpferischer sie scheinen, desto verängstigter sind sie. Wenn sie sich kennen würden, würde es keinen Krieg geben. Nirgendwo anders auf meinen Reisen habe ich den kleinen Garten gefunden - ein Aufstand an Blumen, der unausweichlich die ärmste Hütte Englands schmückt
 

Letztes Update der angezeigten Seite: 28.05.2012